FK-WPH : Grazer Philharmoniker

Sportplatz Alland

SR Kirschner

Kommentar des Trainers

Kader steht fast vollständig, Götsch leicht angeschlagen(Knöchel)

Die medizinische Abteilung ist aber zuversichtlich, dass unsere Andrea fit wird

FK-WPH vs FC Kerry Utd

Wiener Philharmoniker : FC Kerry Utd.

3 : 2 (1:0)

Nach dem furiosen und mehr „heißen“ als umkämpften Sieg im großen Wiener Derby gegen die Symphoniker wurde der Startruppe rund um Trainer Janezic eine neue und härtere Aufgabe gestellt.

Der FC Kerry  United , benannt nach seinem Gründer Michael Kerry, verlangte nach einer neuerlichen Auseinandersetzung, die letzte im Jahre 2010 konnten sie mit 7:3 klar für sich entscheiden.

Penibel war die Vorbereitung auf diese Auseinandersetzung. Es wurde auf zahlreiche Anregungen einer Spielerin sogar die Vorbereitungszeit am Spieltag auf eine Stunde ausgeweitet. Das machte sich bezahlt. Nicht nur am Feld selbst, sondern schon vorher, da besagte Spielerin zweimal an der richtigen Ausfahrt vorbeigefahren war und dennoch an der Vorbereitung teilnehmen konnte. Professionell war das Programm, das der Übungsleiter in Person von Kevin dem Team angedeihen ließ und es machte sich von Beginn an bezahlt. Taktisch gut ausgerichtet starteten die Weinroten mit der bewährten Dreierkette um Abwehrchef Traxler, unterstützt von Oli Stangl und dem ehemaligen „Tod“ von Bischofshofen. Früher dafür bekannt, rasch und präzise zubeissend, einer Kobra gleich, dem ahnungslosen Opfer ein Tor nach dem anderen zu verpassen, jetzt dafür, seine Erfahrung nutzend, dem Gegner die Giftzähne zu ziehen. Davor die bewährte Doppelsechs, Kurta und „Die Klette“ Horak. Man hatte in mehreren Geheimtrainings versucht, vor dieser Saison das System von schnellen (für alle) überraschenden Vorstößen, auf kontrollierten Spielaufbau umzustellen und das machte sich bezahlt. Mit zunehmender Sicherheit gelang es der Squadra Rossa das Spiel unter Kontrolle zu bringen. Großen Anteil daran hatte „Die Chefin“ auf der 10er Position (obwohl am Trikot noch mit der Nummer 25 versehen). Über sie lief das Meiste. Ständig anspiebar, trickreich und ballsicher. Eine Augenweide. Daran verzweifelte der Gegner zusehends. Unterstützt durch „Methusalix“ Janezic, offenbar mit einer Pferdelunge ausgestattet (mit der Beschränkung auf dieses Organ wohlgemerkt) und Daniel Ottensamer, ungewohnt lauffreudig bildete sie ein Dreieck, das den ganz in brasilianischer Spielkleidung angetretenen Kerry-Jungs zunehmend Kopfzerbrechen bereitete- Auch über die Flügel kam viel Druck. Lücking, Poprawski und Luka Ku.(sztrich) rissen ein ums andere Mal Löcher in die Reihen der Gelben, die ihrer Spielkleidung nicht gerecht wurden. Sehr auffällig spielte Kurta, auch diesmal offiziell und ganz legal. Er startete einen Durchbruch in den gegnerischen Sechzehner und wurde an der Grundlinie vom Kerrischen Verteidiger ungeschickt zu Fall gebracht. Den daraus resultierenden Strafstoß verwertete der Teamkapitän bombensicher (35.). Die Philharmoniker hatten nun das Spiel ganz sicher in der Hand. Vor allem erzwangen sie sich Standards, doch Traxler und Ottensamer ließen nach Eckbällen ihres Kapitäns dicke Sitzer aus. Vor allem Traxler wandte alle Künste auf, das Spielgerät nicht mal mit dem in dieser Situation am günstigsten erscheinenden Körperteil (den Südpol) ins Tor zu bugsieren. Dann der Schockmoment. Nach einem Sprint, ja das kommt auch im höheren Alter noch vor, griff Stürmer Janezic sich an den Oberschenkel und humpelte vom Platz. Die Pause rettete Trainer Janezic vor einer vorschnellen Entscheidung und so wurde die ganze Spielunterbrechung überlegt, ob ein weiteres Antreten des Routiniers noch Sinn machte.

Die Entscheidung nahm Spieler Janezic dem Trainer Janezic aus der Hand. Eh kloar. Die Artisiti Philharmonici hatten das Spiel weiterhin in der Hand und drückten auf das zweite Tor und dann geschah die große Befreiung. Ottensamer war einmal mehr unaufhaltsam und verwertete ein Zuspiel von Kurta ganz sicher (54.). Doch der Jubel hielt nicht lange, den Gelben gelang fast postwendend der Anschlußtreffer  (57.). Nun begann das Weinrote Team zu wanken. Mehr und mehr übernahmen die Kerrianer die Kontrolle, auch weil die Chefin für ihr Meisterschaftsspiel am nächsten Tag geschont wurde und die Schuhe für dieses Spiel ausgezogen hatte und weil die Kräfte der Philharmoniker etwas geschwunden waren. Die Löcher im zentralen Mittelfeld mehrten sich und als ein Angriff auf den Flügel verlagert wurde, stand Luka Ku. falsch, ließ den Gegenspieler entfleuchen, verfolgte ihn hartnäckig und kreuzte ihm von hinten in die Beine. Elfmeter. Jetzt stand das Spiel auf der Kippe. Doch da lohnte sich der Megatransfer. Max Thummerer , der gegen die Symphoniker nur fürs geschulte Auge, mangels Beschäftigung,  als Gewinn schon erkennbar war, zeigte, was man in Zukunft erwarten wird können. Ein Bollwerk. Er flog ins linke Eck und parierte den Strafstoß. Das war der erneute Wendepunkt im Spiel. Die Roten übernahmen wieder das Kommando und drückten aufs dritte Tor. Viele tolle Chancen wurden verschleudert, bis Kurta sich mit einem überlegten Distanzschuß für seine starke Leistung belohnte. Via Innenstange ging der platzierte Kunststoß in die Maschen. Ein tolles Premierentor (87.). Jetzt wars mit der Gegenwehr endgültig vorüber und Ottensamer holte in der letzten Minute sogar noch einen Elfmeter heraus. Der infolge Entkräftung und Inkonsequenz durch einen namentlich nicht zu erwähnenden Spieler vergeben wurde. Der Schiedsrichter pfiff ab und der Sieg war eingefahren.

Mannschaft:

Thummerer, Traxler, Lechner, stangl, Lücking, Horak, Kusztrich, Schmid, Götsch, Poprawski, Kurta, Janezic, Ottensamer

Tore : Janezic (35.), Ottensamer (54.), Kurta (87.)

Sportplatz Alland

SR Kirschner

Zuschauer 5

FK-WPH vs Wiener Volksoper

FK-WPH : Wiener Volksoper  2:1 (1:1)

Er hatte die Wiener Volksoper zu einer Spitzenmannschaft geformt und nun war der Augenblick des Abschieds gekommen. Peter Dorfmayr. Er wechselt nun zu einem Großklub. Bei einem Angebot in unbekannter Höhe von den Wiener Symphonikern wurde er schwach. Und so kam es, dass er seine Mannen wohl zum letzten Mal gegen die Philharmoniker aufs Feld führte. Bei britischem Fußballwetter begannen die Volksopernkicker stark, ließen Berger aussteigen und flankten. So sehr sich der baumlange Schmidinger auch in die Höhe schraubte, er vermochte das Kopfballtor ins Kreuzeck nicht verhindern. Tormann Löw war chancenlos. 0:1 nach 4 Minuten. Doch das war kein Problem für die erfahrene Truppe um Ronald Janezic, die alsbald das Kommando übernahm. Organisierter , ballsicherer und kombinationsfreudig. Das machte sich bezahlt. Der Druck stieg von Minute zu Minute. Sehr stark der junge Janezic, der das Spiel an sich zog und mit dem Alten prächtig kombinierte. Der unermüdliche Schorn, der große Freiräume vorfand kämpfte und rackerte und haderte. Nach einem Eckball von Janezic stoppte sich  Traxler den nur kurz weggeschlagenen Ball mit der Brust und zog volley ab. Fertig war das Traumtor. In der Folge spielten nur mehr die Phiharmoniker. Doch Schmidinger und Thomas Janezic scheiterten mit Distanzschüssen.  Koncz spielte stark auf der linken Seite, die ein bißchen bevorzugt wurde im Aufbauspiel der Roten. Etwas wackelig, Berger, der schon viel stärkere Partien gezeigt hatte und schon zu den Routiniers in der jungen Truppe zählt. Aber alle Fehler konnte Traxler ausbessern.

Zur Pause stand es 1:1 und als Schiedsrichter Kirschner wieder anpfiff, präsentierte Coach Janezic einen genialen Schachzug. Er nahm den alten Löwen aus dem Tor, ersetzte ihn durch Palla, den Tiroler. Löw fand sich statt Schorn im Mittelfeld wieder und zog das Spiel durch seine Routine vermehrt auf die rechte Seite. Nun waren beide Mannschaften gleich stark. Das Spiel wogte hin und her, man konnte technische Gustostückerl und viele vergeben Chancen beobachten. Allmählich prägten die Philharmoniker das Spiel stärker. Eckballserien und Freistösse häuften sich. Einen Freistoß verzog Janezic um Zentimeter. Einen Weitschuß von demselben bändigte der Tormann der Vop. Der umtriebige Traxler tauchte mit vorne auf und wurde ungestüm von Daniel Neumann im 16er attackiert. Es schrillte die Pfeife. Ein Fall für den Kapitän. Er wartete, bis der routinierte Schlußmann der Vop sich in ein Eck auf den Weg machte und netzte ins andere ein. 2:1 kurz vor Schluß. Nun nahm eine Tragödie ihren Lauf. Routinier Toma warf sich beim nächsten Angriff der Blauen so ungestüm in die Schlacht, daß er verletzt  vom Feld getragen werden mußte. Schiedsrichter beendete darauf die Partie, in der ohnehin schon die Nachspielzeit lief. Die Diagnose aus Speising ließ keine rechte Freude aufkommen. Knöchelbruch und Saisonende für unseren Lazi.

Aufstellung : Löw, Traxler, Berger, Schmidinger, Janezic Th., Toma, Koncz, Janezic R., Schorn, Lechner, Ryska—Palla, Stangl O.