| Spielbericht Yomiuri Orchester(Japan):FK-WPH
1:6 |
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Viele werden
sich noch erinnern an das Jahrhundertspiel vor
vier Jahren, als der FK-WPH das japanische Spitzenorchester
gnadenlos mit 10 : 2 vom Platz fegte. Viele erwarteten
ein ähnliches
Ergebnis und Teamchef Janezic war besorgt, ob dieses
ausufernden Optimismus. So war dieses Spiel genau
vorbereitet und es fand vor dem Spiel eine ausführliche
taktische Besprechung statt. |
Die
Mannschaft wurde penibel instruiert, jeder Spieler
erhielt einen Spezialauftrag und es sollte sich bezahlt
machen. So einfach, wie beim letzten Mal war es nicht,
aber mit ungeheurer Disziplin und Konzentration begann
das philharmonische Team den Gegner unter Druck zu
setzen, und das obwohl gleich zwei Neulinge eingebaut
werden mussten und vier glorreiche Comebacks stattfanden.
Der Panther ist zurück, Andreas Wieser, früherer
Stargoalie der Wiener feierte ein umjubeltes Comeback.
Die Zwistigkeiten mit dem Präsidium wurden in
langen Verhandlungen beseitigt und Wieser konnte alle
davon überzeugen, daß er seine alte Stärke
nicht verloren hat. Überzeugend sein Einsatz!
Auch Rainer Honeck zeigte, daß der Teamchef ruhig öfter
auf ihn zurückgreifen sollte. Er, Ballzauberer
der er ist, ließ sich auch in ein taktisches
Korsett zwängen und überzeugte in beeindruckender
Manier!
Er war es auch,
der nach ein, zwei Fehlversuchen, seitens Ronald " Rooney" Janezic´s,
diesen erneut auf die Reise schickte und der in
der 20. Minute mit dem rechten Fuß ins lange
Eck abschloß. Der eigentliche Antreiber im
Spiel war aber Herbert Penzinger , unermüdlich
kurbelte er das Spiel an, hatte aber Pech im Abschluß.
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Mehrmals scheiterte er mit Weitschüssen und nicht
nur einmal war der Pfosten sein größter
Feind! Die Japaner
standen diesmal besser, als vor vier Jahren, hatten
aber auch viel Glück, oft retteten sie im letzten
Augenblick. So verlängerte Janezic eine brandgefährliche
Ecke von Hindler, Neuling Madas, der am langen Eck
postiert war, hatte Pech und vergab diese Riesenchance.
Kurz vor der Pause tankte sich Kapitän Janezic
abermals über links durch, spielte scharf auf
Madas, der wieder einmal da auftauchte, wo es brannte,
den Abpraller übernahm Horak am 16er direkt:
2:0 zur Pause!
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Kurz nach Wiederbeginn
setzte leichter Regen ein, die Philharmoniker
kamen mit den Bedingungen besser zurecht und
nach 20 Minuten begannen die Gastgeber einzubrechen.
Die japanische Hintermannschaft verschätzte sich, Janezic enteilte und schloß wieder
mit dem Rechten, diesmal aber ins kurze Eck ab
(65.). |
Beeindruckend
vor allem Gotthard "Spiderman" Eder, der rechts nicht
zu halten war, über links stand ihm Wolfgang Härtel
kaum nach. Ein starkes Comeback feierten vor allem
Clemens "die Klette" Horak, der den gegnerischen Spielmacher
Suzuki komplett abmontierte und nebenbei noch zwei
sehenswerte Treffer beisteuerte und auch Martin Stangl,
dessen einst asketische Figur allerdings nur noch in
Ansätzen zu erkennen war. Ein starker Konditrainingswinter
steht vor der Tür! Etwas ungestüm Christoph
Wimmer, allerdings läuferisch enorm stark, sodaß er
seine Schnitzer meist selbst ausbügeln konnte.
Nichts anbrennen ließ auch Thomas " Paul Scholes" Smula,
ein weiteres solides Spiel, diesmal ungewohnt als Außendecker.
Gegen Ende ließen die Kräfte
des Nippon-Teams nach und Herbert Penzinger holte
sich, mit einem unwiderstehlichen Solo, sein verdientes
Tor (75.).Erwähnenswert auch, daß beide
Tore von Horak aus Weitschüssen entstanden
sind. Böse Zungen behaupteten zwar, sie hätten
immer schon gewußt, daß er einen ordentlichen
Schuß hat, wie auch immer das zu verstehen
ist. |
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Nun wirkte das Yomiuri Orchester ziemlich angeschlagen
und sie mussten ein weiteres Mal staunend zusehen,
als Hindler, der heuer die Saison seines Lebens spielt,
erneut seinen Kapitän einsetzte, der den zu früh
herausgeeilten Tormann mit einem Schlenzer ins linke
Kreuzeck bezwang. Fast wären Härtel und Debütant
Ramsaier noch zu Torerfolgen gekommen, sie scheiterten
aber beide knapp.
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Zu Ende des
Spiels löste sich
Martin Mühlfellner einmal seltsam in Luft
auf und Suzuki, der beste Japaner am Feld, der
zuvor recht schmerzhaft von Mühlfellner von
den Beinen geholt worden war, schoß auf das
Gehäuse von Andreas "der Panther" Wieser,
der in einer fremdartig anmutenden Rolle über
den Ball hüpfte. Ein Tor für die |
österreichisch-japanische Freundschaft, 6:1.
Der schwache Referee erlöste die Gastgeber. Freundschaft!
FK-WPH: Wieser; Mühlfellner, Wimmer, Smula, Stangl
(Horak), Eder, Penzinger, Hindler (Honeck), Härtel,
Janezic, Madas (Ramsaier)
Yomiuri: Iwamura; Oguma, Murayama, Nomoto, Moriguchi,
Minura, Tsukinoki, Komoriya, Suzuki, Hayashi, Janamoto,
Shohno, Makino, Yamamoto, Enokido, Sumi, Kodagawa
Tore: Janezic (20., 65., 84.), Horak (41.,70.), Penzinger
(75.); Suzuki (87.)
Zuschauer: ca. 20 + Küblböck!!!