Bericht vom Turnier in Diersbach
Weit waren sie angereist, die Mannen der philharmonischen Auswahl und deren Fans. Sie trafen auf Volksfeststimmung, die im Rahmen eines Seifenkistenrennens aufgekeimt war, als der Präsident, Ronald Janezic im direkten Aufeinandertreffen mit dem österreichischen Staatsmeister im Badminton diesem ein ansehnliches 4 Sekunden Paket überreichte. Positive Vorzeichen für eine sportliche Auseinandersetzung, wie sie das Innviertel noch nicht gesehen hat. Die erste Auseinandersetzung gegen die WPOS Schärding, die sich aus lauter jungen Nachwuchsmusikern besteht, bestritten sie Philharmoniker in einer Art und Weise, die am ehesten mit einem tropischen Wirbelsturm zu vergleichen ist. Mit so einer geballten Energie legten sie los, drückten ihren Gegner in seine Hälfte, sodaß sich dieser nur mehr mit Fouls zu helfen wußten. Daniel Ottensamer war der Erste, der daraus Kapital schlagen konnte. Der Druck setzte sich fort und ein ungestümer Angriff eines Jungmusikers hatte einen Strafstoß zur Folge. Der Kapitän persönlich übernahm die Verantwortung und verwandelte glücklich. Pausenstand 2:0, die Philharmoniker waren so überlegen, so taktisch diszipliniert, daß unser prominenter Gasttorwart, Otto Konrad, fast überhaupt nicht beschäftigt wurde. Der einzige Punkt, der negativ anzumerken wäre ist, daß der eigens engagierte Starstürmer Franz Hawlata, viel zu wenig ins Spiel integriert wurde, obwohl sein Einsatz beispielhaft war. Aber wenn Erfolg vorhanden ist, bleiben solche Mängel oft unbeachte. Zumal sich die Wiener in der zweiten Hälfte noch mehr in den Gegner verbissen und durch D. Ottensamer auch zum 3:0 kamen. Dadurch waren sie in einer leichten Favoritenrolle, noch dazu schaffte die, teilweise mit Altstars des örtlichen Fußballvereins gespickte Auswahl des Schärdinger Blasmusikverbandes nur ein 2:0 im zweiten Spiel gegen die tapfer kämpfenden Jungmusiker erstolperten. Die Philharmoniker legten auch gleich los, schnürten ihren Gegner ein, zogen teilweise ein Lehrspiel auf, scheiterten 3x !!!!!!!! am Pfosten, und wie es kommen mußte kassierten das Gegentor aus einem Konter, der zugegebenermaßen recht ansehnlich vorgetragen worden war. Das war auch der Pausenstand. Was jetzt kam war ein Sturmlauf, dem leider jegliche taktische Disziplin geopfert wurde. Es wurde nur noch stur nach vorne gespielt, das Flügelspiel vernachlässigt. Trotzdem kamen die philharmonischen Helden immer wieder vors Tor. Dann Elferalarm, doch die Pfeife des, wie sag ich's freundlich, doch sehr patriotisch eingestellten Schiedsrichters, blieb stumm. Zuvor hatte sich dieser des öfteren durch eine nicht ganz nachvollziehbare Auslegung der Abseitsregel in den Mittelpunkt der Kritik der Wiener gestellt. Es fiel dann mitten in die Druckperiode der Weinroten das sehenswerte 2:0 der Gastgeber, das nicht einmal unser Topgoalie, dem man nicht den geringsten Vorwurf machen kann, verhindern konnte. Der Anschlusstreffer, durch einen gefinkelten Freistoß unseres Kapitäns Janezic, war nur mehr Kosmetik, die letzten 2 Minuten brachten nichts mehr. Trotz guter Leistung blieb ein leicht bitterer Nachgeschmack. Die anschließende 3.Halbzeit konnten die Philharmoniker im Festzelt jedoch klar für sich entscheiden.
Die Philharmoniker spielten mit: Konrad; Mühlfellner, Mayr H., Wimmer, Aulitzky, Penzinger, Ottensamer D., Ottensamer A., Schmidinger (Mayr S.), Hawlata (Zmölnig), Janezic
SR: NB
Zuschauer: ca.150