Toller Kampf, viel Pech, unglückliche Niederlage! 2:3
Es begann mit einem Schock: Walter Hilgers beim Aufwärmen von einem übermotivierten Teamkollegen krankenhausreif geschossen! Teamchef Ronny Janezic war am Ende. Erst am Vortag war fast das gesamte Mittelfeld ausgefallen. Toni Mittermayr (Muskelfasereinriß), Ian Bousfield (unübersichtlicher Terminkalender), Hans Hindler (zu viele Schüler), Herbert Penzinger (an der Heimatfront tätig), beide Ottensamer (mit dem Yensuchgerät unterwegs) und nun die deutsche Eiche vorzeitig gefällt. Der Teamchef reagierte, stellte um: Haimel und den nachnominierten Krumpöck im Sturm, Janezic Florian und Schmidinger auf den Außenpositionen im Mittelfeld, sowie Horak und der Chef persönlich im zentralen Mittelfeld. Hinten blieb alles beim Alten, mit Mayr, Mühlfellner und Wimmer. Einzig Halwax debütierte als Vorstopper und gar nicht schlecht. Doch das RSO war zu Beginn deutlich stärker, weil im zentralen Mittelfeld der Philharmoniker gerade eben die Harmonie fehlte. So gingen die Abgesandten des Österreichischen Rundfunks auch verdient in Führung. Der Kampfgeist der Weinroten, die heute die neuen Dressen einweihten, war aber bis auf die Ränge zu spüren! Angetrieben vom treuen Publikum und vom herumbrüllenden Teamchef, der immer offensiver wurde, kamen die Philharmoniker immer öfter gefährlich vors Tor, jedoch Schmidinger und vor allem Krumpöck, der nach einem Traumpaß von Horak allein vor dem Tormann auftauchte, scheiterten knapp. Einzig bei Haimel merkte man die fehlende Spielpraxis. Nach einem weiten Abschlag von Mühlfellner kam "Rooney" Janezic ans Leder, drang in den gegnerischen Strafraum vor, entdeckte am 5er niemanden und gewahrte Schmidinger, der sich zwischenzeitlich am 16er postiert hatte. Er legte mustergültig auf und Benny Schmidinger bezwang mit einem satten Schuß ins lange Eck den gegnerischen Schlussmann. Aufbruchsstimmung kam auf, vor allem ein entfesselter Flotschi Janezic auf der rechten Seite machte mächtig Dampf, doch der Halbzeitpfiff des souveränen Schiedsrichters rettete die RSO-Jungs. Zur Pause stand es hiermit 1:1. Durch Zufall war Oliver Madas als Zuschauer anwesend und steckte, ehe er´s sich versah, in den Reserveschuhen von Mühlfellner. Doch die zweite Halbzeit begann mit einem Schock. Goalie Piller sah einen flachen Schuß neben der Torstange, war er auch, leider auf der falschen Seite. Bumms, da stands 1:2. Doch die Umstellungen wirkten sich aus. Der Trainer rückte selbst in den Sturm, zog F. Janezic ins zentrale Mittelfeld zur Unterstützung von Horak, der immer besser ins Spiel kam, Madas kam mit frischen Kräften auf Rechts, und so bekam der FK-WPH das Spiel in den Griff und spielte den Gegner förmlich an die Wand. Allen voran "Rooney" Janezic, der seine schwache Leistung vom Spiel gegen "Muckys Mannen" ausbesserte. Unermüdlich peitschte er, von Dr. Schröter beflügelt, seine Mannen nach vorne, legte auf für Horak , doch der traf nur Aluminium. Auch die Stimmbänder schonte er nicht. Alle legten Topleistungen auf den Platz, Schmidinger lief wie aufgezogen und grätschte was das Zeug hielt, Madas, Horak und Janezic F. bildeten ein magisches Dreieck, Pauli Halwax putzte aus, was ihm vor die Füße fiel, Mühlfellner rückte ins Mittelfeld auf, Mayr avancierte zum Abwehrchef, doch eine Unachtsamkeit brach der philharmonischen Equipe das Rückgrat. Doch nein, so kann man das nicht sagen, denn trotz 1:3 gaben sie alles und wurden zum Schluß noch belohnt. Janezic, schon in einem Spielrausch, schnappte sich die Kugel, ließ 3 Mann aussteigen und wurde an der Strafraumgrenze regelwidrig von den Beinen geholt. Freistoß! Der Gefoulte trat selbst an und versenkte das Spielgerät in Beckham-Manier ins rechte Kreuzeck. 2:3. Doch es war zu spät. In der letzten Minute versuchten sie noch einmal alles, trotzdem war das Glück heute nicht auf ihrer Seite. Ende eines schönen Spiels, in dem fast alle zufrieden waren. Teamchef Ronny Janezic lobte seine geschlagene Truppe überschwänglich, und das Spiel klang vereint in der gemütlichen Kantine des EWSC-Donau-Platzes aus. So endete eine lange Siegesserie gegen die Orchester dieser Welt, aber unter diesen Auspizien hat die Truppe um Ronny Janezic bewiesen, daß mit ihr jederzeit zu rechnen ist. Zum Abschluß wurde der Kapitän noch zu seiner Freistoßtechnik befragt und er beauskunftete den neugierigen Zuschauer folgendermaßen: Er suche sich in der Mauer den hässlichsten Spieler aus und versuche dessen Haupt herunterzuschießen, dann gehe der Ball ins Tor. Sofort begannen sich die Spieler des RSO, die das mitgehört hatten, sich den schwarzen Peter zuzuschieben, und ein Hauch von Zwietracht lag in der Luft, das läßt fürs nächste Spiel hoffen. War´s jetzt Taktik, oder Wahrheit, wir werden´s nie erfahren!
FK-WPH: Piller; Wimmer, Mühlfellner, Mayr, Halwax, Schmidinger, Horak, Janezic Florian, Madas, Haimel, Lazi, Janezic R., Krumpöck
EWSC-Donau-Platz
Schiedsrichter: Name leider nicht bekannt
Tore (FK-WPH): Schmidinger, Janezic R.
Zuschauer: ca.40