FK-WPH : FC Kerry United 3:7 (2:5)
Was für die einen wie ein Gegner von der Insel (nicht Donauinsel!) anmutet ist für den Insider, oder besser gesagt, den Kenner, die Startruppe, die Michael Kerry, Sohn des langjährigen philharmonischen Geigers Fritz Kerry, um sich schart. Diese ausgezeichnete Truppe war für einen Gegner eingesprungen, der zum Aufwärmen für die neue Saison gedacht war. Mit Aufwärmen war aber nix, obwohl es eigentlich vielversprechend angefangen hatte. In der 2. Minute machte die neu zusammengestellte Abwehr des FC Kerry United einen verhängnisvollen Querpaß und der Kapitän der Philharmoniker selbst nützte diesen Patzer aus vollem (was halt noch so möglich ist) Lauf und schloß trocken ins linke Eck ab. Das saß! 1:0! Selbstvertrauen machte sich breit und KerU schwamm. Mit dem Selbstvertrauen kamen aber auch die Patzer, die an diesem Tag für das an sich ambitionierte philharmonische Spiel standen. So dauerte es gar nicht lang, bis die Blauen ausgleichen konnten. In Minute 6 erkämpfte die Nummer 6 der Gegner , der unter der Blauen 6 ein Leibchen mit der roten 6 verbarg, das Spielgerät und ließ dem philharmonischen Schlußmann mit einem sehenswerten Trffer ins Kreuzeck keine Chance. 1:1. Wie war es zu dieser trojanisch anmutenden Situation gekommen? Nun der FC Kerry, listig und verschlagen, dürfte den neuen philharmonischen Star wohl schon über Monate in der tschechischen Nationalmannschaft beobachtetv haben und luchste ihn dem Präsidenten der Musiker, hinterlistig eine numerische Unterlegenheit vortäuschend, ab. Das rächte sich derart. Ob solcher Bosheit komplett verwirrt, war das Spiel der sonst so harmonischen Musiker doch mit einigen Dissonanzen durchwirkt und sie bettelten erfolgreich um den nächsten Treffer. In der 12. Minute war es dann so weit. Aber nachdem Lechner, der Tod aus Bischofshofen, eine Hundertprozentige vergeben hatte, sorgte die nunmehr zur roten mutierte 6, wer hatte geglaubt, daß der Präsident da tatenlos zusehen würde, für sein erstes echtes Teamtor! (25.) Nun war das Spiel auf optisch höherem Niveau, es wogte hin und her und so manchen beschlich die Ahnung, daß das nächste Tor die Vorentscheidung bringen könnte. Tat es auch. Die Philharmoniker, die mit so viel Kampfgeist ihr fehlerhaftes Spiel bislang kaschieen konnten gerieten immer mehr unter Druck und kassierten in Minute 36 den nächsten Treffer. Auch in der Folge konnte kein geordneter Spielaufbau zuwege gebracht werden, da im Mittelfeld die berühmte philharmonische Lücke klaffte. Aber auch bei Standardsituationen patzten sie, so setzte Wimmer bei einem Eckball nicht nach und der gegnerische Kapitän und Namensgeber seines Teams nützte diesen Fehler eiskalt (40.) Vor der Pause gelang den Philharmonikern nur noch ein Tor, jedoch in der falschen Richtung. Herbert Mayr traf unglücklich ins eigene Tor(45.). Also bis dahin hatte man 4 philharmonische treffer gezählt, jedoch 2 für die andere Seite. Wobei das Tor von Kerry, der aus wohl sentimentalen Gründen auf den Torjubel verzichtete, auch etwas philharmonisches an sich hatte. In Hälfte 2 wogte der Kampf, von Spiel wollen wir aus philharmonischer Sicht zumindest nicht mehr sprechen,hin und her. Zuviel wurde aus Müdigkeit und wohl auch Eigensinnigkeit verhaut. Aber in der 69.Minute traf er dann doch noch unser Toptorjäger der vergangenen Saison. Man sollte jedoch auch nicht verschweigen, daß das gegnerische Mittelfeld längst das Kommando übernommen hatte und Chancen im Minutentakt verschleuderte. Leider nicht nur, denn 2x trafen sie noch, die Herren in Blau.(82.,86.) Überpünktlich pfiff Schiedsrichter Kirschner, der den philharmonischen Libero zuvor einen Platzverweis und wohl 2 Spiele Sperre erspart hatte (Notbremse) ab. Ein trotz der Niederlage schönes und fast faires Spiel ging zu Ende, obwohl sich die blauen Stürmer über zwickende philharmonische Außendecker beschwerten. Auf zu neuen Taten und leichteren Gegnern!
FK-WPH: Coco; Mühlfellner, Wimmer, Mayr H., Maderthaner,Eder, Ryska (Waldmann), Lechner(Hindler), Schmidinger, Janezic, Ottensamer
SR Kirschner
LAC-Platz, Zusch. 4