ORF Wien : FK-Wiener Philharmoniker
Bei starkem Wind und Außentemperaturen von 5° C
fand das letzte Spiel des FK-WPH auf heimischen Boden,
auch wenn es offiziell ein Auswärtsspiel war,
statt. Mag sein, daß Teamchef Ronald Janezic
den Gegner unterschätzt hat, Faktum ist, daß er
seinen Grundsatz, nur mit einer eingespielten Abwehr
anzutreten, über Bord warf, zumal Christoph Wimmer
verletzungsbedingt ausfiel und Paul Halwax und Herbert
Mayr für Auslandsgastspiele entschuldigt waren.
Noch dazu fiel Stammkeeper Robert "Pagliuca" Piller
krankheitsbedingt und Herbert Penzinger wegen Probespielvorbereitung
(welches er GottseiDank, für den FK, nicht für
ihn, nicht für sich entscheiden konnte) aus. Welche
Spitzenmannschaft kann den Ausfall so vieler Schlüsselspieler
kompensieren?! So blieb dem Trainer nichts anderes übrig,
als kurzfristig die taktische Ausrichtung vom beliebten
442 auf die Defensiv-Variante 532 umzustellen. Erschwert
wurde die Aufgabe noch dadurch, daß dem FK-WPH
durch Verletzungen und Undiszipliniertheiten im Gegensatz
zum Gegner keine Wechselspieler zur Verfügung
standen. Das Spiel begann, wie erwartet mit viel Druck
des ORF und einigen Kontern des FK- WPH. Die Philharmoniker
ließen sich zu weit in die eigene Hälfte
zurückdrängen und erhielten dadurch in regelmäßigen
Abständen Gegentore. Nur sporadisch konnten sie
selber so etwas Ähnliches, wie Torchancen herausarbeiten,
obwohl sich Kapitän Janezic im Mittelfeld förmlich
zerriß. Ein Kopfballversuch und ein Weitschuß seitens
des Teamchefs, sowie einige Durchbrüche über
die Flügel seitens der Spitzen, die in der Mitte
jeweils den Sturmpartner nicht erreichten, waren die
einzige Ausbeute in Hälfte eins. Überhaupt
klappte das Zusammenspiel zwischen Mittelfeld und Sturm
relativ schlecht, da die Stürmer recht oft versuchten
den Erfolg auf eigene Faust zu erzwingen. Die Verteidigung
lieferte eine heroische Abwehrschlacht, herauszuheben,
wie immer "the Wall" Mag. Mühlfellner und "die
Spinne" Eder. Leicht überfordert war Matthias
Schulz in seiner defensiven Rolle, er wurde vom Trainer
quasi vergattert, als Notnagel auszuhelfen. Seine Stärke
ist erwiesenermaßen die Offensive. Kampfstark,
wie immer Härtel und Zehetner und dieses Mal auch
Ehrenkapitän Hindler, der seine Jahre abschüttelte
und wie ein Junger agierte. Der Pausenstand von 0:3
ließ trotzdem ein Debakel befürchten, doch,
ich sags noch einmal, die ersatzgeschwächten Philharmoniker
hielten dagegen und konnten doch noch zwei Erfolgserlebnisse
verbuchen, beim ersten teilte sich die gegnerische
Abwehr vor Martin Zalodek, der genierte sich nicht
und traf, beim zweiten spritzte Janezic in einen verunglückten
Rückpaß und legte uneigennützig für
Schmidinger auf, der eiskalt abschloß . Alles
in allem eine verdiente Niederlage für die erfolgsverwöhnte "Equipe
Philharmonique", doch die Art und Weise, wie sie zustande
kam läßt den treuen Fan nicht verzagen und
bei der Revanche im frühjahr wird man eine besser
gerüstete Auswahl sehen können.
Die Philharmoniker spielten mit: Berger, Eder, Mühlfellner,
Schulz, Härtel, Zehetner, Götzel jr., Hindler,
Janezic, Zalodek, Schmidinger
Tore des FK-WPH: Zalodek , Schmidinger
Zuschauer 40, davon WPH 4
Askö Vösendorf 19.30
Schiedsrichter: war auch da